Alexander-Technik

Alexander-Technik heute

Die Alexander-Technik ist mittlerweile weltweit verbreitet und gilt etwa bei Schauspielern, Tänzern und Musikern als eine der wirksamsten Methoden zu besserer Körperkontrolle. Grundsätzlich ist sie für jeden geeignet, der nach einem besseren und freieren Körpergefühl sucht und sich effektiver und schonender bei allen Tätigkeiten verhalten möchte.georgtedeschi-com_milena_lampasiak_alexandertechnik_20160321_1148
Somit hat sich das Spektrum erweitert. Ob im Sport, in der Stress-Reduktion, bei Haltungsproblemen und Schmerzen, im Achtsamkeits-Coaching, bei der Bildschirmarbeit oder im Yoga: Überall kann Alexander-Technik eine Schlüsselrolle einnehmen. Im Bereich der Prävention und Schmerztherapie zählt sie zu den erfolgreichsten Methoden. Zu den heutigen Schülern und Anwendern zählen zum Beispiel die Schauspieler Paul Newman, Richard Gere, Leonardo Di Caprio, Juliette Binoche und John Cleese, der Sänger Sting und Pop-Star Madonna.

 

Einzelne Anwendungsfelder

Grundsätzlich steht im Fokus eine bestmögliche Voraussetzungslage für alle Aktivitäten zu etablieren, im Allgemeinen (Stehen, Sitzen..)sowie im Besonderen (Vortragen, Konzertieren..).

Erreichen kann man auf diese Weise:

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   Befreiung von Spannungsbeschwerden (Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, verspannten   Schultern, Migräne, Nackenschmerzen).

   Freiheit und Geschmeidigkeit in der Bewegung, mühelose Aufrichtung.

   Erhöhtes Bewusstsein für ungünstige Gewohnheiten sowie die Fähigkeit, diese Gewohnheiten zu vermeiden.

   Steigerung der Selbstwahrnehmung.

   Ökonomischer und effizienter Gesamteinsatz.

   Besserer Allgemeinzustand und bessere Gesundheit.

   Neulenkung des Nervensystems

 

F.M Alexander

Gegen Ende des 19ten Jahrhunderts entwickelte Frederick Matthias Alexander eine praktische Methode zur neuromuskulären Neuausrichtung. Alexander war damals am Höhepunkt seiner Karriere als Schauspieler und Rezitator angelangt, kämpfte jedoch zunehmend mit alexander5Einschränkungen wie Stimmverlust und Heiserkeit. Da ihm weder die Schonung seiner Stimme noch der Rat medizinischer Experten helfen konnte, suchte er in „Eigenregie“ nach einem Weg zur Besserung seiner Probleme.
In vielen Jahren intensiver Selbststudien entdeckte Alexander weitreichende Zusammenhänge zwischen seinen geistigen Vorstellungen und deren direkten Auswirkungen auf die Funktionsweise seines Körpers. Aus der Ursachenforschung heraus entwickelte er lösungsorientierte Strategien, mit denen er seine künstlerische Praxis stark verbessern und schließlich die Symptome zum Verschwinden bringen konnte. Zudem zeigte seine neu entwickelte Methode positive Auswirkungen auf seinen gesamten Organismus – von einem besseren gesundheitlichen Allgemeinzustand bis hin zu einem enorm gesteigerten Körperbewusstsein.
Er beschloss, seine Technik auch anderen Menschen zu vermitteln und lehrte zunächst in Melbourne/Australien. Im Rahmen seines Berufes als Direktor am Operatic and Dramatic Conservatorium in Sydney und anschließend in London und New York konnte er seine Arbeit einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. Bekannte Persönlichkeiten aus künstlerischen und wissenschaftlichen Kreisen wurden seine Schüler, darunter die Schriftsteller George B. Shaw und Aldous Huxley sowie der Pädagogik-Pionier John Dewey. Ab 1930 begann Alexander in London, Schüler in der Alexander-Technik auszubilden. 1948 wurde dort die Society of Teachers of the Alexander-Technique zur Förderung des Unterrichts und zur Wahrung qualifizierter beruflicher Standards gegründet.